Bundesweiter Arbeitskreis "Migration und öffentliche Gesundheit"
"Zur Zeit leben mehr als 15 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund in Deutschland, das sind circa 19 Prozent der Wohnbevölkerung. Seit Juni 2009 vertritt Birgit Aurin den Deutschen Hebammenverband im bundesweiten Arbeitskreis Migration und öffentliche Gesundheit zusätzlich in der Unterarbeitsgruppe Krankenhaus. Es handelt sich um ein Gremium von Fachleuten aus mit der öffentlichen Gesundheitsversorgung und mit der Integration von Zuwanderern befassten Institutionen, der Kommunen, der Länder und des Bundes sowie anderer Organisationen/Einrichtungen. Der Arbeitskreis wird von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Prof. Dr. Maria Böhmer, Staatsministerin bei der Bundeskanzlerin koordiniert. Zentrales Anliegen des Arbeitskreises ist die Verwirklichung einer gleichberechtigten Teilhabe von MigrantInnen an der gesundheitlichen präventiven, psychosozialen und pflegerischen Versorgung in Deutschland. Aktuell hat der Arbeitskreis Empfehlungen zur kompetenten Vorsorgung von MigrantInnen im Krankenhaus erarbeitet. Ziel ist es, mit der Einrichtung von Integrationsbeauftragten in den Krankenhäusern Fehldiagnosen, Mehrfachuntersuchungen, Chronifizierungen, lange Liegezeiten, verfrühte Entlassungen und daraus resultierende Wiederaufnahmen nach Verschlechterung des Gesundheitszustands, Irritationen von Erkrankten und Beschäftigten etc. in der stationären Versorgung zu vermeiden und somit Gesundheitsleistungen zu optimieren, Kosten zu senken und die Behandlungszufriedenheit aller Beteiligten zu verbessern. Die Benennung von Integrationsbeauftragten und die Definition ihrer Aufgabenbereiche sind entscheidende Schritte zu einem migrantengerechten Behandlungsansatz. Mit einer solchen interkulturellen Öffnung wird die Situation in den Krankenhäusern entscheidend verbessert, denn nicht nur die besonderen Bedürfnisse der PatientInnen mit Migrationshintergrund finden Berücksichtigung, sondern auch dem behandelnden und pflegenden Personal wird die Versorgung dieser PatientInnen erleichtert. Im November wird ein Positionspapier verabschiedet. Beim Nationalen Hebammenkongress in Düsseldorf werden Elisabeth Wesselman, Fachreferentin Interkulturelle Versorgung, Städt. Kliniken München GmbH und Mitglied des AK, Lena Kienzler, Hebamme in München und Birgit Aurin einen Workshop mit dem Thema: Schwangere Migrantinnen anbieten.Die Berufung Birgit Aurins in den Arbeitskreis bietet weitere Vernetzungsmöglichkeiten für den Verband. Spezielle Anliegen, Fragen und Anregungen sind an Birgit Aurin, E-Mail: aurin-hebammen-rlp@gmx.de zu richten.
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