|
Jeden Monat neu! das Produkt des Monats |
Just
Das Jahr 2012 kann kommen! Mit dem bewährten Taschen- kalender für die angestellte und frei- berufliche Hebamme starten Sie bestens ins kommende Jahr.
Oehler , Schwarz
"Nur, wenn wir uns in genau dieser Art unsere Arbeitsmethoden ansehen, werden wir langfristig in unserem Beruf bestehen können. Ich kann mich für dieses Buch nur bedanken!"
Kretschmar-Zimmer
Es sitzt da, wo man es möchte, es passt auf alle glatten Baumwoll-Baby-Shirts und hat Platz in jeder Hebammentasche. Das hebala-Bügel- bildchen „Storch“
haben gemeinsam das Hebammenwiki aufgebaut. Es bietet den Kolleginnen im Internet eine kostenfreie Plattform für Informationen, Gedankenaustausch und Veröffentlichungen
Hebammenwissen im weltweiten Netz zu finden, ist schwer. Kein frei zugänglicher Internetauftritt, in dem hebammenrelevante Themen aus Hebammensicht beschrieben sind, ist abrufbar. Fragen können nur nach Recherche in Webseiten angrenzender Fachrichtungen beantwortet werden. Aus diesem Grund haben wir das Hebammenwiki geschaffen. Dort sollen unser Wissen und unsere Erfahrung zusammengetragen und gemeinschaftlich diskutiert werden. Für die Hebammenpraxis soll das Wiki eine Datenquelle sein, in der aktuelles Wissen kosten- und passwortfrei zur Verfügung steht.
Viele Hebammen wünschen sich mehr Vernetzung und Wissenstransparenz. Das zeigten Gespräche auf dem Forschungsworkshop der Hebammengemeinschaftshilfe im Mai dieses Jahres in Düsseldorf und auch das Verteilen von Hebammenwiki-Postkarten sowie das rege Interesse nach einem Vortrag beim Hebammenkongress in Düsseldorf. Das Hebammenwiki ist online und für jede und jeden zugänglich. Nachdem Regeln zur Glaubwürdigkeit der Informationen und zum Urheberrecht einzelner Beiträge definiert sind, wartet das Wiki auf Hebammen, die es gestalten und Inhalte schaffen.
Die Suchfunktion innerhalb des www.hebammenwiki.de leitet zu bestimmten Themenseiten. Die meistbesuchte Seite ist neben der Hauptseite derzeit die Themenseite „Berufsausbildung an Hebammenschulen“. Parallel zu diesen öffentlichen Seiten können Diskussionen geschützt in einer zweiten Ebene stattfinden. Deren Inhalte sind nur über eine erweiterte Suche zu finden (zum Beispiel: Suchwort „Hebammenwissenschaft“, dann „Diskussion“ auf der Seite „Studium Hebammenwissenschaft“). Außerdem können Hilfsseiten aufgerufen werden, die unter anderem Auskunft über unterschiedliche Versionen der Beiträge und deren Autoren (Versionsgeschichte des Wikis) geben.
Wie umfangreich eine Information zu Gesundheitsfragen sein kann und welche Aspekte berücksichtigt werden könnten, zeigen als Beispiel die Themenseiten „Patienteninformation“ und „Information zu Gesundheitsfragen“. Entsprechend dem Verhaltenskodex (Suchwort: HON-Code) haben wir im Impressum, das von jeder Seite aus zugänglich ist, unser Zielpublikum bestimmt, Aussagen zur Finanzierung und zur Ablehnung von Werbung formuliert.
Spezialseiten führen zu weiteren Details wie zum Beispiel zum „Benutzerverzeichnis“, in dem schon einige angemeldete Nutzerinnen aufgelistet sind. Nach der Anmeldung wird eine eigene „Benutzerseite“ generiert, auf der, ähnlich wie bei einer Homepage, Informationen zur eigenen Person veröffentlicht werden können, die die Expertise bearbeiteter Themenartikel unterstützt.
„Mia“ und „Elke“ sind die Benutzernamen der Initiatorinnen Michaela Michel-Schuldt und Elke Mattern, über die Informationen sowohl im Impressum als auch in Versionsgeschichten des Wikis abrufbar sind. Wer direkt nach Benutzern suchen möchte, muss im Suchergebnis zum Nutzer eine erweiterte Suche durch Anklicken des Wortes „Benutzer“ durchführen. Der urheberrechtliche Rahmen wird über Creative-Commons-Lizenzen (Suchwort „Creative Commons“) individuell geregelt, wenn nicht das auf der Hauptseite dargestellte Lizenzrecht gelten soll: Jede Autorin bestimmt, in welcher Form andere ihren Beitrag nutzen dürfen, indem sie die entsprechenden Lizenzsymbole hinzufügt. Bisher sind noch nicht unzählige Themen auf der Hebammenwiki-Seite in Bearbeitung. Aber das Interesse an unterschiedlichen Themen ist groß, wie ein Onlinefragebogen zeigte.
Der Fragebogen „Wissen bereitstellen für die Praxis“ (Mattern 2010) wurde zu Beginn des Jahres online zum Weiterleiten an alle Hebammenschulen und -verbände in Deutschland und deutschsprachige Hebammenverbände im Ausland per E-Mail versendet. 911 Hebammen vorrangig aus den Bundesländern Bayern (n=176) und Niedersachsen (n=142) sowie aus der Schweiz (n=199) haben ihn beantwortet.
99 Prozent der Hebammen wünschen sich demnach eine Wissensquelle in deutscher Sprache, 40 Prozent auch in Englisch und vier Prozent auch in anderen, teils nicht-europäischen Sprachen. Vielen Hebammen (n=276) sind spontan Themen eingefallen, bei denen ihnen der Zugang zu detailliertem Wissen erschwert ist. Gleichzeitig ist den Hebammen „sehr“ bewusst (Mittelwert vier einer fünfstufigen Richtungsskala), dass sich die meisten KlientInnen Informationen aus dem Internet holen, dass diese Informationen Einfluss auf Entscheidungen haben und dass Eltern den Hebammen informiert gegenübertreten wollen. Neben Büchern, Fachzeitschriften und Fortbildungen wollen über 75 Prozent der Hebammen (n=697) auch gern das Internet als Wissensquelle für die Praxis nutzen. Einem großen Anteil (n=453) wäre es hilfreich, wenn sie Eltern auf Hebammenwissen im Netz hinweisen könnten. Die Zuversicht, aktuelles Wissen der Internetseite des eigenen Verbandes (n=695) entnehmen zu können, bringt etwa die Hälfte aller Hebammen (n=453) auch einem Hebammenwiki entgegen. Ein Dilemma zeigt sich darin, dass zwar über 90 Prozent der Hebammen (n=846) es für wichtig erachten, auf dem neuesten Stand wissenschaftlicher Erkenntnis zu sein, viele von ihnen der Wissenschaft aber nicht zutrauen, die „Hebammenkunst“ erfassen zu können (im Mittel drei der fünfstufigen Ordinalskala).
Schwangere und Mütter wünschen sich evidenzbasierte Kommunikation (Ollenschläger, Ollenschläger & Sänger 2006). Darin liegt eine Herausforderung für den Hebammenberuf und eine Chance für eine Verstärkung partnerschaftlichen Arbeitens durch eine von den Frauen gewünschte Veränderung (Lagan, Sinclair & Kernohan 2009). Dafür bedarf es vorab einer Kommunikationsplattform im eigenen Berufsstand. Gleichberechtigte Zusammenarbeit zwischen TheoretikerInnen und PraktikerInnen ist nötig zur Formulierung eines Wissens, das die Besonderheit des Hebammenwesens bewahrt und dieses – evidenzbasiert – in der Praxis anwendbar macht (Munro & Spiby 2009). Hebammengruppen mit gleichem thematischen Interesse können so im Hebammenwiki fundiert und ausgewogen die Hebammenkunst beschreiben. Ihr Wissen kann wechselseitig zugänglich werden. Das Internet bietet ideale Voraussetzungen der Kommunikation. Hilfestellung zum Auffinden von Evidenzen geben frei zugängliche Onlinemodule (Mattern 2010, in Bearbeitung), damit Hebammen Entscheidungen vermehrt unter Beachtung von Forschungsergebnissen diskutieren können. Leicht auffindbare Antworten aus Hebammensicht helfen, Frauen intensiver individuell, klientenzentriert und ganzheitlich begleiten zu können (Tomaselli 2007).
Jede Hebamme könnte sich angesprochen fühlen, beim Hebammenwiki mitzumachen:
Immer noch ist es schwer, ohne Anbindung an eine Hochschule und ohne Zugang zu wissenschaftlichen Datenbanken Evidenz für die Praxis zu finden. Der Forderung nach kritischer Beschäftigung mit Studien wird selbst in großen Krankenhäusern oder Verbänden nicht durch die Bereitstellung von Lizenzen für einen freien Zugang zu diesen Studien Rechnung getragen. Das von Birthe Luther (2007) für Hebammenlehrerinnen vorgeschlagene Vorgehen zur Erreichung eines gemeinsamen Ziels könnten Diskussionsgruppen im Wiki leisten, die sich aus forschenden und praktizierenden Hebammen zusammensetzen. Im Englischen werden sie „Communities of Practice“ (CoPs) genannt: Hebammen, die sich zu einem bestimmten Thema austauschen und ihr Wissen dazu ständig vertiefen wollen (Wenger 2006). Das Wiki soll die Basis für aktuelles, hebammenrelevantes Wissen bieten, das nicht hinter den Türen der Hochschulen oder als individuelles Erfahrungswissen eingeschlossen bleibt.
Auch sollen keine Gräben entstehen in einer Zeit des beruflichen Umbruchs, sowohl schulisch als auch durch Spezialisierung. Im Wiki können Befürchtungen, die die Akademisierung mit sich bringt, und Gegensätze, die zwischen Handwerk und Theorie gesehen werden, offen diskutiert werden (Tomaselli 2007).
Ob hebammenrelevante Themen im Wiki zunächst durch Erfahrungswissen oder mit Evidenz begonnen werden, scheint unerheblich: Diskussion und Beschreibung unterschiedlicher Sichtweisen bieten Qualität für reflektierende Nutzerinnen.
Die Hebammen sind eine kleine Berufsgruppe. Sie sollten sich zusammenschließen und für den Austausch auch mit angrenzenden Berufsgruppen öffnen. Frauen in allen Altersstufen nutzen das Internet, um sich über Gesundheitsthemen zu informieren. Auch für sie könnte das Hebammenwiki eine geeignete Quelle von Informationen bieten. Zugleich unterstützt es Beratungskompetenz und Außendarstellung. Die Rolle von E-Technologie wird sich auch in Zukunft ausweiten, denn eine zunehmende Zahl von Nutzerinnen wird online sein und sich im Internet informieren, sich austauschen und vernetzen. Dies als Chance zu begreifen, um gemeinsam einen Ort der Diskussion zu schaffen, ist möglich. Es erfordert allerdings unser aller Einsatz. Hebammen müssen sich stärken!
Elke Mattern ist Hebamme, BSc Midwifery, Cand. MSc (Kandidatin für den Master of Science) in Gesundheits- und Pflegewissenschaften. Gemeinsam mit Michaela Michel-Schuldt (Hebamme, BSc Midwifery, Cand. European MSc in Midwifery) hat sie das Hebammenwiki aufgebaut.
Kontakt: elke@hebammenwiki.de, michaela@hebammenwiki.de
Schmid
In diesem bisher nur auf Italienisch er- schienen Buch stellt die bekannte Hebam- me Verena Schmid ein Betreuungsmodell vor, das von der medizinischen Sicht wegführt und den Blick auf das Gesunde richtet.
Der Elwin Staude Verlag ist mit der DHZ und einem Büchertisch auf folgenden Veranstaltungen vertreten:
| hebamedia Top Ten | |
|---|---|
| 1 | Wochenbettbetreuung in der Klinik und zu Hause Harder |
| 2 | Rückbildungsgymnastik: Die Übungskarten Tacke |
| 3 | Impfen - Pro & Contra Hirte |
| 4 | Rückbildungsgymnastik Niersmann |
| 5 | Homöopathie für den Hebammenalltag Stadelmann |
| 6 | Evidenzbasierte Wochenbettbetreuung und -pflege Bick |
| 7 | Die Heilerin Renk |
| 8 | Der Seelenraum des Ungeborenen Janus |
| 9 | Die Impfentscheidung Graf |
| 10 | Yoga in der Schwangerschaft Miller |
Schwarz , Stahl
Ein Plädoyer für das evidenzbasierte Ar- beiten – und eine Ins- piration, wie Erfah- rungswissen, Intuition und wissenschaftliche Erkenntnisse im Be- rufsalltag ineinander greifen können. Empfohlen vom Deutschen Netzwerk Evidenzbasierte Medizin.